Tierheim Hattersheim

Tierschutzverein Hattersheim u.U. e.V.

RicoHundegroessen2

m/k geb.2008

Hallo Zusammen,

mein Name ist Rico, aber meine Pflegefamilie nennt mich liebevoll Sammy, was eine Koseform von Samson (hebräisch, kleine Sonne) ist. Ich wohne dort nun schon seit einigen Wochen und jeder sagt, dass ich mich, nicht nur äußerlich, sehr zum Positiven verändert habe. 
Keiner weiß genau, was mir passiert ist, bevor ich ins Tierheim Hattersheim gekommen bin, und ich kann es leider niemandem erzählen. Ich war auf jeden Fall sehr verstört, hatte panische Angst, und auch körperlich hatte ich einige Baustellen, um die man sich erstmal in der Tierklinik Walluf gekümmert hat. Hier wurde auch festgestellt, dass ich einen Herzfehler habe, weshalb ich seitdem täglich Tabletten nehmen muss.

Auch wenn die Menschen im Tierheim bemüht waren mir zu helfen, ich habe mich dort nicht wohl gefühlt! Ich war permanent gestresst, so dass sich mein Zustand sich nicht verbessern konnte. Deshalb hat sich meine Pflegemutti ein Herz genommen, und mich zu Ihr nach Hause geholt. Sie dachte, mit ganz viel Geduld, Liebe und ein wenig Naturheilkunde, könnte ich zur Ruhe kommen, und irgendwann ein ganz normales Hundeleben führen. Und tatsächlich hat sich schon einiges getan!
Ich zucke nicht mehr bei allem zusammen, schlafe oft ganz tief, fest und entspannt, schnappe und belle nicht mehr, wenn man mich anleinen möchte, weine mich nicht mehr jeden Abend in den Schlaf und lasse mich nach und nach immer öfters auch mal ganz kurz und vorsichtig streicheln …

Aber leider liegt die Vermutung nahe, dass ich unter einer unheilbaren Krankheit leide, die sich Kognitive Dysfunktion nennt, was den meisten eher als Demenz oder Alzheimer bekannt ist.
Meine Symptome, die hierfür sprechen sind:
Ständiges wandern, Ängstlichkeit, Orientierungslosigkeit (auch an bekannten Orten), in die Leere starren, mit dem Kopf in die Ecke stellen, Unsauberkeit (Kot- und Urinabsatz im Haus), Rückzug von sozialen Interaktionen, ungezieltes Bellen oder Jaulen, reagiert nicht mehr auf Ansprache (erscheint taub) und keine eigene Körperpflege mehr. Und je mehr Stress ich habe, desto ausgeprägter treten diese Symptome in Erscheinung.

Meine Pflegefamilie kommt inzwischen ganz gut damit klar, sie versuchen, meinen Alltag so stressfrei zu halten, wie es ihnen möglich ist. Zusätzlich arbeiten sie mit mir in ganz kleinen, für mich erträglichen Einheiten, so dass ich lerne, ihnen zu vertrauen und zu verstehen, dass mir keiner etwas Böses möchte.

Das Tierheim ist natürlich daran interessiert, für mich einen Adoptanten zu finden, was unter diesen Voraussetzungen vermutlich sehr schwierig ist. Ich brauche ein sehr ruhiges Zuhause, einen geregelten Tagesablauf ohne Ausflüge, und sehr sehr geduldige und einfühlsame Menschen!
Da ich mich nicht gerne anfassen, und erst recht nicht hochnehmen lasse, sollte ich auf jeden Fall ebenerdig wohnen! Und, auch wenn ich lieber auf weniger glatten Untergründen laufe (was ich eigentlich den ganzen Tag mache, wenn ich nicht schlafe, am liebsten im Kreis), sollte der Boden gut zu wischen sein, da ich vermutlich nicht mehr lernen werde, dass ich als Hund mein Geschäft draußen verrichten sollte. Ich gehe sehr gerne Gassi, aber auch hier muss man sehr auf mich achten. Da ich schlecht sehe, muss meine Leine immer auf Kontakt gehalten, und nach mir geschaut werden, um mich vor Unfällen zu bewahren. Und auch wenn ich in meinem Alter und mit meiner Sehschwäche eher langsam machen sollte, wer mit mir unterwegs ist, sollte ein gutes Tempo laufen können, denn ich liebe es, mir im schnellen Schritt den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Wer sich jetzt angesprochen fühlt und mich kennen lernen möchte, kann gerne über das Tierheim Kontakt mit meiner Pflegefamilie aufnehmen. Eine weitere Möglichkeit mir zu helfen, und das Tierheim zu unterstützen, wäre eine Patenschaft. Wenn meine Kosten einigermaßen gedeckt sind, kann ich vielleicht auch einfach in meiner Pflegefamilie bleiben, solange es mein Zustand zulässt.

Ganz hoffnungsvoll,
Euer Rico/Sammy


Rico befindet sich auf einer Pflegestelle.

 

Frau Michaela Sperlich hat eine Patenschaft für Rico übernommen. Vielen Dank für die Unterstützung.

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